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Bemerkungen der Redaktion

Artikel:

Burkhard Kühnemund: Kant und der Sozialstaat – Eine rechtsphilosophische Untersuchung zur normativen Basis von Kants ‚Rechtslehre‘.

Es gib gute, wenn nicht sogar zwingende Gründe, die bisher vorherrschenden Interpretationen von Kants Eigentumstheorie zu revidieren. So soll aufgezeigt werden, dass Kants Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie sehr wohl in einem systematischen Zusammenhang stehen und aufeinander aufbauen. Der Eigentumstheorie kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu.

Tino Nazareth: Embryonenschutz im ausgehenden 18 Jahrhundert? – Vom Menschwerden und -sein in Naturrecht und medicinischer Polizey um 1800.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lassen sich Appelle von Medizinern an die Töchter Deutschlands finden, wie in dem vom Lüneburger Johann August Pitschaft. Doch muss diese hausmedizinische Lehrstunde des Lüneburger Arztes nur noch als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden werden, da bereits seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert in weiten Teilen des Alten Reiches alle Fragen rund um den Geburtsvorgang durch zahlreiche Rechtsvorschriften geregelt waren.

Jürgen Koller: Postnormale oder Postmoderne Wissenschaft - Eine Betrachtung.

Seit geraumer Zeit haben namhafte Autoren neue Formen der Wissensproduktion konstatiert und diese mit unterschiedlichen begrifflichen Zuschreibungen versehen. Neben „Mode 2“ zählt das Konzept der „post-normal science“ durch die in den letzten Jahren in den medialen Fokus geratene Klimawandel-Diskussion, zu den wirkmächtigsten.

Burkhard Kühnemund: Von der Tugend der Gerechtigkeit zur Gerechtigkeit des Marktes – Der Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes.

Gemeinhin wird unter dem Adam Smith-Problem der Widerspruch zwischen der auf Sympathie gegründeten ‚Theorie der ethischen Gefühle’ und dem auf Eigeninteresse beruhenden ‚Wohlstand der Nationen’ ver­standen. Auch wenn Sympathie nicht mit altruistischem Handeln gleich­zusetzen und Eigeninteresse nicht als radikaler Egoismus zu interpretieren ist, so bleibt zunächst eine Differenz zwischen ethischer und ökonomischer Theorie.

Georg Zetlmeisl: Le fouk’s en face du filou.

Michel Foucault (geb. 1926) und Roland Barthes (geb. 1915), zwei französische Intellektuelle. Aber warum ausgerechnet sie in ein gemeinsames Gespräch stellen, das durch seine Rede etwas am Körper erfahren möchte oder das im Sprechen sich selber begehrt? Was privilegiert dieses Paar vor anderen möglichen Konstellationen?

Jean A. García González: Levinas: La phenomenologie et l’anthropologie de l’altérité intersubjective.

La philosophie de Levinas est une intensification progressive de l'intention d’autre, propre de la volonté humaine; et ainsi une exigeante appel a la justice jusqu'á la fin de la sainteté. On est située, donc, dans le domaine de l'ouverture de la personne à l'intersubjectivité.

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